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SACHSEN - DEUTSCHLAND - 2008
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GÖLTZSCHTALBRÜCKE im VOGTLAND
Wappen der Vögte

Die Göltzschtalbrücke wurde in den Jahren 1846 bis 1851 im Zuge des Baus der Sächsisch-Bayrischen Eisenbahn bei Mylau zusammen mit einem ähnlichen Bauwerk, der Elstertalbrücke zwischen Jößnitz und Jocketa, erbaut.

Bei dem Bau dieser Trasse, welche von Leipzig über Plauen und Hof bis nach Nürnberg führt, musste als eine der größten Herausforderungen das Tal der Göltzsch überwunden werden.

Der Planer sah damals sehr außergewöhnlich als hauptsächlichen Baustoff Ziegel vor, weil in der Gegend große Lehmvorkommen vorhanden waren und somit Ziegel kostengünstig und schnell beschafft werden konnten. Nur an einigen besonders stark beanspruchten Stellen plante er die Verwendung von Granit.

Für den Bau wurden täglich 50.000 Ziegel in dem ungewöhnlichen Format 28 x 14 x 6,5 cm von fast 20 Ziegeleien entlang der Bahnstrecke gebrannt. Insgesamt waren 1736 Arbeiter beschäftigt, von denen 31 tödlich verunglückten. Nach der Fertigstellung und Einweihung am 15. Juli 1851 war die Göltzschtalbrücke die höchste Eisenbahnbrücke der Welt, die weltweit größte Ziegelbrücke ist sie immer noch.

 
 
 
 

 
   

TECHNISCHE DATEN:

Höhe 78 m in teilweise 4 Etagen mit 98 Gewölben.
Länge 574 m mit 29 Öffnungen, größte Spannweite eines Bogens 30,9 m.
Breite oben etwa 9 Meter, unten 23 Meter, 76 Quergewölbe.
Anzahl Ziegel: 26.021.000.
Sandverbrauch: 17.089 m³.
Gesamtumfang des Mauerwerks: 135.676 m³.
dabei Ziegelmauerwerk: 71.671 m³ (52 %).
dabei Werksteinmauerwerk: 48.261 m³ (36 %).
dabei Bruchsteinmauerwerk: 15.745 m³ (12 %).
Holz für Gerüste: ca. 23.000 Stämme.
Baukosten: ca. 2,2 Millionen Taler (6,6 Millionen Goldmark).
 
 
Oberingenieur Robert Wilke (18041889) Ausführungsplanung und Oberbauleitung
Ingenieur Ferdinand Dost (18101888) Bauleiter

 


 

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